GeoFish AG · Schweiz

Unabhängige Beurteilung von RAS-Aquakulturprojekten in der Schweiz — für Investoren, Banken und Förderstellen

Independent
Evaluation of
Aquaculture
Projects

Unabhängige Beurteilung von Indoor-Aquakulturprojekten — realistisch, systemisch, erfahrungsbasiert.

GeoFish AG unterstützt Investoren, Projektentwickler und öffentliche Institutionen bei der realistischen Einschätzung von Aquakulturprojekten unter technischen, biologischen, wirtschaftlichen und marktbezogenen Gesichtspunkten.

Leistungen entdecken RAS Reality Check
Aqua­kultur­projekt
Markt
Preis · Absatz
Pro­duk­tion
Bio · Tech
Gesell­schaft
Tierwohl · Akzeptanz
Inves­tition
ROI · Risiko

GEOfish Aquaculture Evaluation Framework

Warum viele Indoor-Aquakultur­projekte scheitern

Indoor-Aquakultur (RAS) gilt als vielversprechende Technologie für die nachhaltige Fischproduktion. Die internationale Erfahrung zeigt jedoch, dass ein erheblicher Teil solcher Projekte wirtschaftlich scheitert oder hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Der Grund liegt selten darin, dass Fisch in RAS-Systemen grundsätzlich nicht produziert werden kann. Die eigentlichen Ursachen liegen meist in unrealistischen Annahmen über Wirtschaftlichkeit, Betrieb und Markt.
SwiFish Zanderanlage Susten — RAS Indoor-Aquakultur, Kreislaufanlage Zander
SwiFish Zanderanlage · Susten, Wallis · RAS Indoor-Aquakultur

Eine realistische Beurteilung erfordert die systemische Analyse mehrerer kritischer Faktoren. Die drei entscheidenden:

01

Wirtschaftlichkeit — der zentrale Engpass

Hohe Investitions-, Energie- und Arbeitskosten bei fehlendem Zollschutz. Die Frage lautet nicht «Kann man Fisch produzieren?» — sondern «Zu welchen Kosten?»

02

Systemverantwortung fehlt

Anlagenbauer liefern Teilkomponenten ohne Gesamtverantwortung. Die Summe guter Komponenten ergibt noch keine funktionierende Anlage.

03

Das Grössenparadox

Zu kleine Anlagen sind zu teuer. Zu grosse Anlagen finden keine Abnehmer. Die Dimensionierung ist eine marktstrategische Kernentscheidung.

📉
Zu klein

Produktionskosten zu hoch · Skaleneffekte fehlen · Nicht wettbewerbsfähig

Optimale
Grösse
📈
Zu gross

Markt kann Menge nicht aufnehmen · Preisverfall · Absatzprobleme

Das Spannungsfeld zwischen Skaleneffekten der Produktion und begrenzter Marktgrösse

Weitere kritische Faktoren

04

Qualifiziertes Personal

RAS-Anlagen benötigen Personal mit biologischem Verständnis, technischem Know-how und Verantwortungsbewusstsein — rund um die Uhr.

05

Überzogene Versprechen von Newcomern

Aquakultur ist ein biologischer Prozess — kein Software-Startup. Sie ist geprägt durch längere Lernkurven, höhere Betriebskosten und komplexere Marktbedingungen.

06

Reputationsrisiko

Fische sind Wildtiere. In grossen RAS-Anlagen entsteht schnell der Eindruck industrieller Massentierhaltung mit erheblichen medialen Auswirkungen.

07

Vermarktungsstrukturen

Zwischen Produzent und Konsument liegen mehrere Handelsstufen. Viele Businesspläne kalkulieren mit Produzentenpreisen, die im realen Markt nicht durchsetzbar sind.

Leistungen

Drei Formate.
Ein Ziel: Realitätsprüfung.

GeoFish AG bietet fokussierte Analyseformate, die auf die Bedürfnisse von Investoren und Banken zugeschnitten sind. Für Kantone und Förderstellen stehen gesonderte Formate zur Standort- und Projektprüfung zur Verfügung — mit Fokus auf wirtschaftliche Tragfähigkeit und regulatorische Rahmenbedingungen.

RAS Reality Check

Schriftliche Analyse · 3–5 Arbeitstage

CHF 5'000 – 15'000

Schnelle Erstbeurteilung eines Aquakulturprojekts. Für Investoren, die eine fundierte Ersteinschätzung benötigen, bevor sie vertiefte Due Diligence in Auftrag geben.

  • Analyse des Businessplans
  • Bewertung der Produktionsannahmen
  • Markt- und Kostenrealität

Project Evaluation

Strukturierter Report · 2–3 Wochen

CHF 20'000 – 40'000

Vertiefte Analyse eines Aquakulturprojekts auf Basis des GEOfish Aquaculture Evaluation Frameworks. Passend für Investoren vor einer Finanzierungsentscheidung.

  • Fischart und Produktionssystem
  • Anlagenkonzept und Technologie
  • Wirtschaftlichkeit und Kostenstruktur
  • Markt, Preise und Vermarktung
  • Risikoanalyse und Szenarien

Investor Due Diligence

Vollständiger Due-Diligence-Report · auf Anfrage

Vollständige unabhängige Analyse für Investoren, Banken und Förderstellen vor grösseren Kapitalentscheidungen im Bereich Aquakultur.

  • Vollständige Projektbewertung
  • Gespräche mit Projektteam
  • Technische und biologische Tiefenanalyse
  • Investorengerechter Report
RAS Evaluation Checklist

10 Fragen zur Beurteilung von Aquakulturprojekten

Wenn mehrere dieser Fragen nicht klar beantwortet werden können, ist das Projekt mit hoher Wahrscheinlichkeit wirtschaftlich riskant. Diese Checkliste bildet die Grundlage des RAS Reality Check als Erstbeurteilungsformat.

01

Fischart und Marktakzeptanz

Ist die gewählte Fischart im Zielmarkt etabliert und zu einem wirtschaftlich tragfähigen Preis absetzbar?

02

Produktionsmenge und Marktgrösse

Ist die Produktionsmenge realistisch auf die Grösse des regionalen Marktes abgestimmt?

03

Kostenstruktur Schweiz

Sind die Produktionskosten pro kg Fisch unter realistischen Schweizer Energie- und Lohnkosten kalkuliert?

04

Optimale Anlagengrösse

Ist die Anlagengrösse ausreichend gross für Skaleneffekte, ohne den Markt zu überfordern?

05

Biologische Parameter

Sind Mortalität, Wachstumsraten, FCR und Besatzdichten realistisch angesetzt — oder optimistisch geschätzt?

06

Systemverantwortung

Wer trägt die Verantwortung für das Gesamtsystem der Anlage — nicht nur für einzelne technische Komponenten?

07

Team und Personal

Steht ein qualifiziertes und motiviertes Betriebsteam mit biologischem und technischem Know-how zur Verfügung?

08

Vermarktung und Handelsmargen

Sind Vermarktungsstruktur und Handelsmargen (30–70 %) realistisch berücksichtigt?

09

Renditeerwartungen

Sind die ROI-Erwartungen der Investoren mit den biologischen und wirtschaftlichen Realitäten der Aquakultur vereinbar?

10

Tierwohl und gesellschaftliche Akzeptanz

Ist das Projekt hinsichtlich Tierwohl, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Akzeptanz glaubwürdig positioniert?

GEOfish Aquaculture Evaluation Framework

GEOfish Aquaculture
Evaluation Framework

Ein Aquakulturprojekt funktioniert nur, wenn alle vier Systemdimensionen ausgewogen sind.

Aqua­kultur­projekt
Markt
Preis · Absatz
Pro­duk­tion
Bio · Tech
Gesell­schaft
Tierwohl · Akzeptanz
Inves­tition
ROI · Risiko

GEOfish Aquaculture Evaluation Framework

Die vier Beurteilungsdimensionen im Detail

🔬

Produktion

  • Fischart und Eignung für RAS
  • Wachstumsraten und Mortalität
  • Besatzdichten (FCR)
  • Anlagenkonzept
  • Wasserqualität
  • Energiebedarf
  • Lernphase und Stabilisierung
🏪

Markt

  • Marktgrösse und Absatzfähigkeit
  • Preisniveau und Zahlungsbereitschaft
  • Konkurrenz durch Importfisch
  • Handelsmargen
  • Marktsegment
  • Marketingaufwand Fischart
  • Vermarktungsstrukturen
💰

Investition

  • Investitionskosten
  • Energie- und Betriebskosten
  • Arbeitskosten
  • Kapitalstruktur und Stabilität
  • Renditeerwartungen
  • Keine Subventionen
  • Langfristigkeit der Finanzierung
🌿

Gesellschaft

  • Tierwohl
  • Fische als Wildtiere
  • Nachhaltigkeitspositionierung
  • Mediale Wahrnehmung
  • Umweltwirkung
  • Regulatorische Rahmenbedingungen
  • Gesellschaftliche Akzeptanz
„Aquakultur ist kein Technologieprojekt, sondern ein Gleichgewichtssystem aus
Biologie — Technologie — Markt — Kapital — gesellschaftlicher Akzeptanz."
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Erfahrung & Profil

Praktische Erfahrung als Basis der Expertise

GOH
Georg O. Herriger
Independent Expert for Indoor Aquaculture Projects (RAS)
🐟 Initiant, Mitgründer, VR-Präsident und CEO SwiFish — kommerzielle Indoor-Zanderproduktion mit natürlicher Reproduktion
🏛 Präsident der Schweizer Koordinationsstelle Aquakultur
Diplomingenieur ETH · Kommunikationsberater · Schnittstelle zu Investoren und Kapitalgebern
🤝 Umfassendes professionelles Netzwerk in Aquakultur, Lebensmittelbranche und Investorenumfeld — das im Rahmen der Evaluation gezielt einbezogen werden kann

Erfahrung aus Gründung, Aufbau und Betrieb eines kommerziellen RAS-Projekts sowie der technischen und wirtschaftlichen Beurteilung und Transformation einer zuvor gescheiterten Aquakulturanlage.

GeoFish AG · Oberhofen am Thunersee · Schweiz

Lessons Learned: SwiFish-Projekt

Die Entwicklung des RAS-Projekts SwiFish — einschliesslich der finanziellen Herausforderungen, die 2024 zur Integration der Unternehmensaktivitäten in ein umfassendes Projekt führten — hat zentrale Erkenntnisse geliefert, die die Grundlage der heutigen Expertenrolle bilden.

Case Highlight
SwiFish — Premium Zander aus dem Schweizer Wasserschloss

SwiFish realisierte als erstes Unternehmen die natürliche Reproduktion von Zandern unter kommerziellen Indoor-Bedingungen — ein weltweit einzigartiger Nachweis biologischer Kompetenz. Zudem wurde eine fehlkonstruierte Stör-Aquakulturanlage im Wallis vollständig transformiert und als Zanderfarm neu in Betrieb genommen.

✓ Konsequentes Premium-Marktsegment
✓ Technischer Turnaround einer Fehlanlage
✓ Tierwohlorientierte Produktion
1

Biologie vor Technologie

RAS-Anlagen sind biologische Systeme — keine Industrieanlagen. Wer Fische als Produkt behandelt, scheitert an ihrer Natur.

2

Markt vor Produktion

Ohne realistische Markteinschätzung bleibt jede Produktionsplanung eine Illusion. Die Frage ist nicht «Können wir produzieren?» — sondern «Zu welchem Preis können wir verkaufen?»

3

Fischart als strategische Marktentscheidung

Die Wahl der Fischart ist keine biologische, sondern eine strategische Entscheidung — mit direkter Wirkung auf Marktvolumen, Zahlungsbereitschaft und Wettbewerbsposition.

4

Kapitalstabilität als Existenzfrage

Aquakulturprojekte sind kapitalintensiv. Veränderungen in der Investorenstruktur können das Projekt gefährden — unabhängig vom operativen Erfolg.

5

Wirtschaftlichkeit: der Schweizer Engpass

Kein Zollschutz, keine spezifische Förderung, hohe Energie- und Arbeitskosten — Projekte müssen ohne strukturelle Unterstützung bestehen.

Insights

Thoughts & Papers

Analytische Beiträge zu den wirtschaftlichen, biologischen und gesellschaftlichen Grundlagen der Indoor-Aquakultur.

Warum Indoor-Aquakulturprojekte scheitern

RAS-Projekte scheitern selten biologisch — sondern ökonomisch. Hohe Investitions-, Energie- und Personalkosten stehen unrealistischen Produktionsannahmen und überschätzten Marktpreisen gegenüber. Dazu kommen strukturelle Faktoren: fehlender Zollschutz, keine spezifische Förderung, und ein begrenztes regionales Marktvolumen. Die zentrale Frage eines Aquakulturprojekts ist nicht, ob man Fisch produzieren kann — sondern ob dies zu Kosten möglich ist, die im Markt dauerhaft bestehen. Hinzu treten die Unterschätzung der Lernkurve, die Rolle der Anlagenbauer als Teillieferanten ohne Systemverantwortung, und überzogene Renditeversprechen von Newcomern, die Aquakultur wie ein Technologie-Startup behandeln.

Reality Check anfordern →

Transformation einer gescheiterten Aquakulturanlage

Eine fehlkonstruierte Stör-Aquakulturanlage im Wallis wurde analysiert, bewertet und in eine funktionierende Zander-RAS-Farm transformiert. Die Diagnose zeigte: Das Scheitern der Anlage war nicht monokausal. Es resultierten aus einem Zusammenspiel von falscher Fischart, überdimensionierter Technik ohne Systemintegration, und einem Produktionskonzept ohne Marktbezug. Die Transformation erforderte eine vollständige Neubewertung — biologisch, technisch und wirtschaftlich. Diese Erfahrung bildet einen der zentralen Referenzpunkte der Expertise von GeoFish AG: Die Fähigkeit, ein gescheitertes System zu diagnostizieren und einen realistischen Transformationspfad zu entwickeln.

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Das Grössenparadox der Schweizer Aquakultur

RAS-Anlagen profitieren stark von Skaleneffekten: Grössere Anlagen produzieren pro Kilogramm Fisch deutlich günstiger, weil Technik, Personal und Energie effizienter genutzt werden. Gleichzeitig ist der Markt für regional produzierten Premiumfisch in der Schweiz begrenzt. Zu kleine Anlagen sind betriebswirtschaftlich nicht tragfähig. Zu grosse Anlagen erzeugen ein Absatzproblem, das durch Preisdruck und Importkonkurrenz verschärft wird. Die optimale Anlagengrösse ist deshalb keine technische, sondern eine marktstrategische Kernentscheidung — und eine der am häufigsten falsch getroffenen in Aquakultur-Businessplänen.

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Unabhängige Beurteilung für Ihr Projekt

Erfolgreiche Aquakultur entsteht im Gleichgewicht von Biologie, Technologie, Markt und Kapital. Wenn einer dieser Faktoren falsch eingeschätzt wird, gerät das gesamte System unter Druck.

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Unternehmen
GeoFish AG, Schweiz
Alter Oberländerweg 30
CH-3653 Oberhofen am Thunersee
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Website
geofishcheck.ch
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Welche Projekte werden beurteilt?

GeoFish AG unterstützt bei der Beurteilung von Aquakulturprojekten in verschiedenen Phasen und für unterschiedliche Auftraggeber.

Investoren Family Offices Projektentwickler Impact Fonds Banken Kantone Förderstellen

Für eine erste unverbindliche Einschätzung Ihres Projekts steht bei GEOfish deren Inhaber Georg O. Herriger gerne zur Verfügung.

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